Entwicklung der Lebenshilfe in Soltau


Dezember 1968 Gründung der „Lebenshilfe für geistig Behinderte, Kreisvereinigung Soltau e.V.“. Den Weg zur Gründung hatte besonders der Rektor der Sonderschule, Herr Andreas Otto bereitet, unterstützt von dem Gründer der Bundesvereinigung der Lebenshilfe Tom Mutters und Oberkreisdirektor Dr. Bachmann.
Motor der Gründungsversammlung ist Herr Karl-Heinz Schenk mit einem Kreis von Eltern. Karl-Heinz Schenk wird zum Vorsitzenden gewählt und bleibt dies bis 1997.
März 1969
Der Verein Lebenshilfe Soltau e.V. wird ins Vereinsregister eingetragen.
September 1969
Die Tagesstätte wird mit zunächst 8 Kindern in der ehemaligen Tetendorfer Dorfschule in Soltau, Ortsteil Weiher eröffnet.
Januar 1971 Die Lebenshilfe Soltau e.V. befindet sich im Aufbau. Da die Tagesstätte im alten Gebäude „aus allen Nähten platzt“, wird der Bau einer neuen, großen Tagestätte geplant.
Mai 1974 Die Tagesstätte ist fertig. Sie bietet Raum für die Betreuung von Kindergruppen im Heilpädagogischen Kindergarten und in der Tagesbildungsstätte.
August 1976 Die Tagesbildungsstätte erhält ihre Anerkennung nach dem Niedersächsischen Schulgesetz.
Oktober 1977
Die Bedeutung therapeutischer Angebote für die Gesamtentwicklung der Kinder wird immer höher eingeschätzt. Der Vorstand entschließt sich zum Bau eines Therapiebereichs mit Gymnastikhalle und Therapiebad.
Juni 1980
Die Arbeit wird weiter professionalisiert. Der Therapiebereich wird eingeweiht. Zur Qualitätsverbesserung in der Arbeit nehmen pädagogische Mitarbeiter der von Herrn Edmund Schulz geleiteten Tagesstätte an einer sonderpädagogischen Zusatzausbildung an der Pädagogischen Hochschule in Hannover teil.
Mai 1981
Die Heilpädagogische Hausfrühförderung nimmt ihre Arbeit auf.


Juni 1985 bis
Sept. 1987
Viele der Schüler der ersten Stunde kommen in ein Alter, in dem „Arbeit“ und „selbständiges Wohnen“ ein Thema werden. Die Lebenshilfe konzentriert sich auf den Bereich „Wohnen“. Sie startet mit dem Kauf eines Grundstücks am Marienburger Damm zur Errichtung eines Wohnheims in ein neues Gebiet der Arbeit.
Januar 1988
Nach langen Verhandlungen erhält die Lebenshilfe Soltau e.V. die Genehmigung zur Eröffnung eines Sprachheilkindergartens als weiteres Angebot im vorschulischen Bereich.
August 1990
Das Wohnheim ist fertig, 32 erwachsene Menschen mit einer geistigen Behinderung finden hier ein Zuhause. Das Motto „Wohnen heißt zu Hause sein“ nimmt Gestalt an.
Mai 1994 bis Dezember 2001 In einem kleinen Siedlungshaus am Rande der Stadt und in einer angemieteten Wohnung in der Stadtmitte entsteht eine Wohngruppe für 7 Bewohner des Wohnheims, die einen weiteren Schritt in die Selbstständigkeit machen.
Juni 1994 Der Sprachheilkindergarten wächst um eine weitere Gruppe und macht einen weiteren Anbau an das Tagesstättengebäude notwendig.
Januar 1996 bis
Mai 2002
Das Wohnheim wird erweitert. Im Obergeschoss des Gebäudes am Marienburger Damm entstehen 18 neue Plätze, 6 davon als kleine Appartements, in denen Bewohner eine eigene Haushaltsführung üben können.
Februar 1997
Herr Karl-Heinz Schenk scheidet aus dem Vorstand der Lebenshilfe aus. Für seine langjährigen Verdienste wird er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Herr Gerd Staashelm übernimmt den Vorsitz des Vorstands.
Oktober 2001 Die Lebenshilfe Soltau hat eine Größe erreicht, bei der eine hauptamtliche Geschäftsführung notwendig ist. Mit der Einstellung von Frau Maria Barbara Köster als Geschäftsführerin wird ein weiterer Schritt in der Professionalisierung der Arbeit getan.
Mai 2002
Die Lebenshilfe Soltau beginnt mit zunächst zwei weiteren Lebenshilfen aus dem Umkreis einen regelmäßigen Austausch. Daraus entwickelt sich eine intensive fachliche Zusammenarbeit von insgesamt fünf Lebenshilfen mit gemeinsamen Arbeitskreisen, Fortbildungen und einem Qualitätsverbund.
Oktober 2002 Die Vortrags- und Veranstaltungsreihe „Lebenshilfe-Forum“ wird ins Leben gerufen. Mehrmals jährlich lädt die Lebenshilfe Soltau zu Vortragsveranstaltungen mit aktuellen Themen ein.
März 2003 bis
November 2005
In Wietzendorf und Schneverdingen entstehen kooperative Kindertagesstätten mit Gruppen des heilpädagogischen Kindergartens, des Sprachheilkindergartens und Regelgruppen. Die Lebenshilfe öffnet damit ihre Angebote für Kinder ohne besonderen Förderbedarf.
August 2005 Die Angebotspalette wird ein weiteres Mal erweitert. Der Familienunterstützende Dienst nimmt seine Arbeit auf und bietet fortan Familien und Einzelpersonen individuelle Hilfen im ambulanten Bereich.
August 2006
Erstmals ist die Lebenshilfe in einer Regelschule präsent. Eine Klasse der Tagesbildungsstätte nimmt als Kooperationsklasse in der „Grundschule Am Pietzmoor“ in Schneverdingen ihre Arbeit auf.
Oktober 2006 Das neue Förderzentrum wird eröffnet. Es beherbergt fortan die Frühförderung, Teile der Tagesbildungsstätte und die Verwaltung. Unterstützt durch Spenden wird ein Snoezelenraum eingerichtet, der das therapeutische Angebot der Einrichtung ergänzt.
August 2007
Mit einem symbolischen Hammerschlag öffnet der Vorsitzende der Lebenshilfe Herr Gerhard Staashelm im Tagesstättengebäude die Tür zur ersten Krippe in Soltau.
Mai 2008
Die Tagesbildungsstätte erhält den Namen „Schule am Weiher“, ein wesentlicher Beitrag zur Normalisierung.
September  2008
Frau Christine Rothardt wird auf der Mitgliedersammlung zur neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.
Dezember  2008

Die Lebenshilfe Soltau e.V. blickt auf 40 Jahre Arbeit und ein sich stetig erweiterndes Angebot für Kinder mit und ohne Behinderung sowie für erwachsene Menschen mit unterschiedlichem Förderbedarf zurück.

Erster Spatenstich für die Erweiterung der Wohngruppe „Brombeerweg“.
März 2009
Jubiläumsfest in der Alten Reithalle in Soltau als Höhepunkt und Abschluss des Jubiläumsjahres.
August 2009

Eine Klasse der Tagesbildungsstätte zieht als Kooperationsklasse nach Munster in die Grundschule „Am Hanloh“.

Mit dem Start einer Regelkindergartengruppe in der Tagesstätte wird auch in Soltau das Angebot einer Kooperations-Kindertagesstätte komplett.

September 2009

Die Erweiterung der Wohngruppe „Brombeerweg“ ist fertig gestellt. Sie bietet nun Platz für neun Bewohner. Neben einem neuen Gemeinschaftsbereich entstehen in einem Anbau mit separatem Eingang kleine Appartements, die den Bewohnern ein selbständiges Wohnen und Wirtschaften unter pädagogischer Anleitung und Begleitung ermöglichen.