
Was macht ihr in der Lebenshilfe Soltau?
Ronja: Wir machen eine duale Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin. Ich bin im zweiten Lehrjahr, Josephine im ersten Lehrjahr.
Wie verläuft die HEP-Ausbildung?
Josephine: Es gibt zwei Systeme, deshalb kann man das nicht verallgemeinern. Wir haben z.B. eine Kollegin, die macht eine schulische Ausbildung und jetzt ein Praktikum bei uns. Ronja und ich machen die duale Ausbildung. Wir sind an drei Tagen pro Woche in der Praxis und haben an zwei Tagen Berufsschule.
Ronja: In der Ausbildung arbeiten wir in drei verschiedenen Praxisstellen bei der Lebenshilfe. Im 1. und 3. Ausbildungsjahr sind wir im Bereich Wohnen eingesetzt. Im zweiten Jahr gibt es verschiedene Möglichkeiten wie z.B. Tagesbildungsstätte, Krippe oder Kita.
Wieso habt ihr euch für diese Ausbildung entschieden?
Josephine: Das hat mehrere Gründe. Ich wollte gern mit Menschen mit Behinderung arbeiten. Und anders als in der Ausbildung zur Erzieherin arbeitet man in der HEP-Ausbildung durchgehend bei einem Träger, so dass man sich im Ausbildungsverlauf keine neuen Einsatzstellen suchen muss.
Ronja: Durch ein Praktikum habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit mit Menschen viel Freude macht. Die HEP-Ausbildung hat für mich einige Vorteile gegenüber der Erzieherausbildung. Sie dauert drei statt vier Jahre und wird vergütet. Außerdem gefällt mir, dass die Ausbildung sehr vielseitig ist und viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten bietet. Man kann zum Beispiel in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung, Tagesbildungsstätten, Kitas, der Kinder- und Jugendhilfe oder auch in Krankenhäusern und Psychiatrien arbeiten. Gerade diese Mischung aus Pädagogik, Pflege und Begleitung hat mich überzeugt.
